Notre Carmen

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VON UND MIT Musiktheaterkollektiv HAUEN•UND•STECHEN

In einem archaischen Raum, in dem Tod und Tanz das Gleiche bedeuten, erzählt das Musiktheaterkollektiv HAUEN•UND•STECHEN Carmens fürchterliche Geschichte. Der moderne Mythos wird zu einem kollektiven Schmerz und Bizets Musik spielt für eine Carmen-Gesellschaft. In dieser Nacht erklingen Harfen, Flöten und Trompeten und alle, auch das Publikum, werden zu Komplizen.

Ihr Hunger nach einem besseren Leben macht sie zu einem Zuviel, zu Monstern. Sie scheuen die Bürokratie und waschen sich selten. Das hat Konsequenzen Ihr Leben, das den Tod nicht fürchtet, ist zwar fulminant, aber sie haben immer noch kein Geld. Sie haben längst verstanden, dass sie nicht frei sind. Trotzdem loten sie obsessiv Strategien der Freiheit aus. Vielleicht müssen diese Strategien am Ende in Tausend Stücke zerspringen, aber ihre Splitter treffen das Ziel.

Selbstvergessen singen und tanzen die Protagonisten ihr kollektives Schicksal Zuerst liebt man sich, dann liebt man sich nicht mehr. Das Größte steht noch bevor, dann, wenn man einander nicht mehr liebt.

Theater Sophiensæle (Berlin) – Dezember 2017
Théâtre de l’Athénée Louis-Jouvet (Paris) – November 2017

Fotos ©Thilo Mössner

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